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Ausgeschlafene Ersatzbank entscheidet das Spiel: 5:4 in Neuler

Wer am Sonntagmorgen um neun Uhr in Neuler noch nicht ganz wach war, hatte am Nachmittag trotzdem Grund zur Freude: Mit 5:4 nimmt unsere Herren-40-Mannschaft einen knappen Auswärtssieg mit nach Hause – entschieden erst in den Doppeln, und dort von zwei Spielern, die bis dahin noch keinen einzigen Ball geschlagen hatten.


Herren 40 : TV Neuler - TSV Obersontheim : 4:5

Erste Einzelrunde: 2:1 – mit zwei Nervenproben

Den Auftakt machten die Positionen 6, 4 und 2, und es dauerte keine halbe Stunde, bis klar war: schnell wird hier gar nichts.

Christian Schab lieferte an Position 6 gleich den Krimi des Tages. Gegen Stephan Ilg gab er den ersten Satz mit 6:7 knapp ab, kämpfte sich mit 6:4 zurück und zog den Matchtiebreak mit 13:11 auf seine Seite – ein Kraftakt über volle Distanz.

Parallel dazu sorgte Uwe Traub an Position 4 für das Ergebnis, das man auf dem Papier so nicht erwartet hätte: Als LK 21 bezwang er den deutlich höher eingeschätzten Norbert Libotean (LK 17) mit 7:6 und 6:1. Der umkämpfte erste Satz war der Schlüssel – danach war der Widerstand gebrochen.

Weniger glücklich verlief es für Rüdiger Haug an Position 2. Gegen Rolf Bieg startete er mit einem 6:1 furios, verlor dann den Faden, gab den zweiten Satz mit 4:6 ab und musste sich im Matchtiebreak mit 7:10 beugen.

Zwischenstand nach der ersten Runde: 2:1 für uns.

Zweite Einzelrunde: Der Ausgleich

In der zweiten Runde gingen die Positionen 5, 3 und 1 auf den Platz – und hier drehte Neuler die Bilanz.

Souverän blieb einzig Marc Schwerin an Position 1: Gegen Georg Schüll ließ er mit 6:0 und 6:1 nichts anbrennen, die schnellste und deutlichste Angelegenheit des Tages.

Ulrich Kienle musste sich an Position 5 gegen Bastian Koschate mit 2:6 und 1:6 verabschieden. Und an Position 3 kam es zum bittersten Moment: Maik Hirschle konnte beim Stand von 2:6 und 1:2 nicht weiterspielen und musste aufgeben – ein Punkt, der uns am Ende noch hätte wehtun können.

Nach den Einzeln 3:3 – alles hing an den Doppeln.

Doppel: Die Ersatzbank schlägt zu

Und hier zeigte sich, wie wertvoll es ist, Spieler zu haben, die den ganzen Vormittag frisch geblieben sind. Felix Hartmann und Andreas Kurz hatten in keiner der beiden Einzelrunden zum Schläger greifen müssen – ausgeschlafen, ausgeruht und offensichtlich hochmotiviert griffen sie in den Doppeln ein und drehten das Spiel.

An Position 1 machten Marc Schwerin und Felix Hartmann mit Libotean/Koschate kurzen Prozess: 6:2, 6:2. Im zweiten Doppel legten Andreas Kurz und Ulrich Kienle gegen Schüll/Klein nach – 6:4 und dann ein 6:0, das keine Fragen offen ließ.

Ein Detail, das den Gastgebern spätestens beim Blick auf den Spielberichtsbogen aufgefallen sein dürfte: Mit LK 13 ist Andreas Kurz der bestplatzierte Spieler unseres gesamten Aufgebots – besser als jeder, der an diesem Tag ein Einzel gespielt hat. Und er kam in keinem einzigen Einzel zum Einsatz. Ob das nun feinsinnige Aufstellungskunst war, um für die Doppel etwas in der Hinterhand zu behalten, oder einfach die glückliche Fügung eines langen Sonntagmorgens – darüber darf im Sportheim gerne weiterspekuliert werden.

Dass Uwe Traub und Christian Schab im dritten Doppel mit 5:7 und 3:6 den Kürzeren zogen, war kein Wunder: Die beiden hatten aus der ersten Runde die zwei längsten Einzel des Tages in den Beinen – Schab volle drei Sätze samt Matchtiebreak, Traub einen zähen Auftaktsatz über 7:6. Zeit zum Verschnaufen hatten sie zwar, aber irgendwann ist der Tank eben leer. Nötig war der Punkt zu diesem Zeitpunkt zum Glück auch nicht mehr.

Fazit

2:1 in den Doppeln, 5:4 im Gesamtergebnis. Ein Sieg, der zeigt, wie wertvoll ein breiter Kader ist – und dass es sich lohnt, die Ersatzbank nicht nur wach, sondern auch gut aufgespart in den Tag zu schicken. Glückwunsch an das gesamte Team!

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